Uhrenlexikon bei Uhrengrosshandel Pätsch
Armbanduhr an einem Armband befestigte und am Handgelenk getragene Kleinuhr. Zunächst seit ca. 1900 als mechanische Räderuhr aus der Taschenuhr entwickelt; seit etwa 1950 überwiegend mit automatischem Aufzug mit einer zentral gelagerten Schwungmasse, der sich aus der Taschenuhr nicht durchsetzen konnte. Seit 1957 wurde die Zugfeder durch elektrischen Antrieb mit einer Batterie ersetzt, 1961 kamen elektronische Armbanduhren mit -Stimmgabelschwinger auf dem Markt und seit etwa 1967/68 eroberte die Quartarmbanduhr zunehmend den Markt. Seit den 80er-Jahren gibt es eine Renaissance der mechanischen Armbanduhr, die inzwischen weitgehend verdrängt war, überwiegend aber beschränkt auf teure Luxusmodelle.
Analoganzeigen Zeitanzeige mit kreisrundem oder eckigem Zifferblatt; im Gegendsatz dazu - Digitalanzeige
Arabische Ziffern Die aus der arabischen Schrift übernommene Schreibweise der zehn Zahlzeichen, die ursprünglich aus dem Indischen stammt. Im Gegensatz dazu: römische Ziffern.
Anker, Ankerhemmung = Hemmungen. Der Anker vermutlich wegen seiner Ähnlichkeit mit einem Schiffsanker so genannt – ist derjenige Teil der Ankerhemmung, der das Hemmungsrad mit der Unruhwelle verbindet. Er empfängt den Antrieb vom Hemmungsrad und gibt ihn an die Unruh weiter; gleichzeitig unterbricht er den Ablauf des Hemmungsrades und Räderwerkes in den Ablauf des Hemmungsrades und Räderwerkes in von der Unruh vorgegebenen, regelmäßigen Zeitabständen, durch welche die exakte Zeitmessung entsteht.
Im Laufe der Zeit wurde eine Vielzahl von Ankerformen und Varianten der Ankerhemmung entwickelt. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen ruhender Ankerhemmung ( bei welcher Anker und Unruh ständig im Eingriff miteinander stehen ) und freier Ankerhemmung ( bei der Unruh nach dem Impuls durch die Ankergabel frei schwingen kann ). Die erste Form der Ankerhemmung, um 1680 von – William Clement für Großuhren entwickelt, war noch eine rückführende Hemmung. Nach der Erfindung des Zugwinkels an den Ankerplatten durch- Georges Auguste Leschot, der die Funktion erheblich verbesserte und sicherer machte, verdrängte die moderne Ankerhemmung bei tragbaren Uhren seit der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts alle anderen Hemmungen zunehmend; lediglich die – Chronometerhemmung wurde in geringem Umfang bei Taschen- und Marinechronometern noch beibehalten. Bei mechanischen Armbanduhren wurde und wird ausschließlich die Ankerhemmung verwendet. Es gibt drei unterschiedliche Bauarten der modernen Ankerhemmung.
1) Die englische, bei der Anker-, Hemmungsgrad- und Unruhwelle im rechten Winkel zueinander angeordnet sind und das Hemmungsrad spitze Zähne hat.
2) Die Schweitzer Ankerhemmung, bei der die genanten drei Wellen in einer geraden Linie
( lignedroite ) angeordnet sind und das Hemmungsrad Kolbenzähne besitzt.
3) Bei der Stiftankerhemmung hat entweder das Hemmungsrad anstelle der Zähne rechtwinklig abstehende Stifte, in welche die Ankerplatten eingreifen, oder ab ( z.B. bei der – Roskopf-Hemmung) der Anker trägt zwei Stifte, die in die Ankerradzähne eingreifen. Die Stiftankerhemmung ist für Präzisionsuhren nicht geeignet. Sie wurde für Armbanduhren nur selten verwendet.
Aufzug / Automatikuhren Mechanismus bzw. Baugruppe zum Spannen der Zugfeder. Zunächst wurde die mechanische Federzuguhr mit einem Schlüssel über der Vierkantende der Federkern- oder der Schneckenwelle aufgezogen. Um 1840 wurde der schlüssellose Aufzug über eine Rändelkrone im Pendant erfunden, der sich allmählich überall durchsetzte und in seiner endgültigen Form mit einem Umschaltmechanismus durch die Zeigerstellung bewirkte. Diese Form des Kronenaufzuges wurde auch in der Armbanduhr übernommen. Andere schüssellose Aufzugformen der Taschenuhr ( Pumpaufzug, Bügelaufzug, Gehäuseaufzug ) kamen nur selten über das Experimentierstadium hinaus und konnten sich nicht durchsetzen. Später entstanden der automatische Aufzug über eine rotierende Schwungmasse und schließlich der elektrische Aufzug mit einer Batterie.
Aufzugskrone Eine außerhalb des Uhrgehäuse am Ende des Pendants sitzende, auf der Aufzugswelle befestigte Rändelschraube, durch deren Drehen zwischen Daumen und Zeigerfinger gespannt wird. Mit einem Umschaltmechanismus ( Drücker im Gehäuserand, Herausziehen der Krone ) können mit der Krone auch die Zeiger verstellt werden. Der Begriff,, Krone „ ergab sich aus der gelegentlichen Form dieser Rändelschraube. Es sind auch Schmuckuhren bekannt, bei denen diese tatsächlich wie eine kleine Herrscherkrone geformt war.
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